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Die Wahl der richtigen Karpfenrute

Welche Karpfenrute ist die Richtige?

Die allermeisten modernen Angelruten sind sehr zuverlässig und belastbar. Selbst die günstigeren Ruten in unserem Sortiment halten normalen Angelbelastungen problemlos stand. Sich in dem Dschungel aus Testkurven, Rutenaktionen und Längen zurechtzufinden ist nicht immer ganz einfach und stellt selbst gestandene Profis immer wieder vor Probleme. Hiermit möchten wir leicht und verständlich über die wichtigsten Eigenschaften und deren Anwendungsbereich informieren.

Die Testkurve

Technisch gesehen gibt die Testkurve das benötigte Gewicht an, welches nötig ist um die Rutenspitze im 90 Grad Winkel zum Handteil zu biegen. Sie gibt Hinweise auf das zu verwende Wurfgewicht der Rute. (Als Faustregel kommt man oft mit 1lb Testkurve entspricht 1oz als optimales Wurfgewicht recht weit) Allerdings sagt die Testkurve wenig über das Weitwurfpotential einer Rute aus, hierfür ist die Rutenaktion entscheidend. (Ebenfalls entscheidend ist die Rutenaktion zur Bewertung der Testkurve: Eine Durchgehende Aktion kann im Extremfall weniger Kraft aufbringen als eine steifere Rute gleicher Testkurve, da die 90Grad Biegung der Testkurvenmessung bei der weicheren Rute schon viel näher an der Kampfkurve der Rute liegt, als bei der steiferen Spitzenaktion. ABER: Bedingt durch den längeren Hebel der steifen Rute fühlt sich die gleiche Zugkraft, die auf den Fisch wirkt, für den Angler viel stärker an, als bei der weichen Rute.

Rutenaktion

Die meisten Ruten werden oft in die folgenden drei Kategorien eingeteilt:

  • Durchgehende Aktion (Through)
  • Mittlere Aktion (Semi-Fast)
  • Spitzenaktion (Fast)

Anzumerken ist dabei natürlich, dass es sich hierbei nur eine vereinfachte und grobe Einteilung handelt. Es wird immer Ruten geben die keiner Kategorie so richtig zugeordnet werden können: So gibt es dann immer wieder Grenzfälle, die der eine Angler als Spitzenaktion beschreiben würde und für einen anderen eine mittlere Aktion ist. Dies stiftet dann auch gerne mal Verwirrung.

Dennoch gilt grundsätzlich:

Die durchgehende Aktion ist die beste zum Fishdrillen, sie federt alle Schläge weich ab und verhindert Schnurbrüche und Fischverluste im Nahbereich. Sie können somit auch mit relativ leichten Vorfächern gefischt werden (z.B. Zig Rig angeln). Die Aktion eignet sich gut um Bleie auf kurze und mittlere Distanzen mit hoher Genauigkeit zu werfen.

Die durchgehende Aktion bietet auch einen guten Puffer um Fischverluste beim Verwenden von geflochtenen Hauptschnüren weitgehend zu verhindern. Auch im Bootsdrill ist diese Aktion vorzuziehen, da der Karpfen mit steiferen Ruten oft im Nahbereich des Bootes sonst verloren geht.

Mittlere Aktion oft auch progressive Aktion oder Compaund Taper genannt. Diese Ruten vereinen eine angenehme Drillaktion mit der nötigen Steifigkeit im Handteil für weitere Würfe. Sie ist bei der Method und PVA-Beutel Angelei auf weitere Entfernungen eine gute Wahl. Sie sind ein wahrer Allrounder, für Angler, die eine Vielzahl unterschiedlicher Gewässer befischen. Interessanterweise werfen nicht so versierte Angler mit dieser Aktion oft weiter als mit der Spitzenaktion, da sich diese Aktion noch einfacher aufladen lässt.

Eine Spitzenaktion ist wie gemacht für Angler, die beim Werfen jeden Meter aus ihrer Ausrüstung herausholen wollen. Allerdings braucht es einen geübten Werfer mit einer guten Technik um das volle Wurfpotential auszuschöpfen. Auch macht diese Aktion oft Würfe auf kurze Distanzen unnötig schwer bzw. eher ungenau. Sie ist die am wenigsten nachgiebige Aktion und verzeiht keine Drillfehler. Wenn man in Nahbereich nicht aufpasst sind Fischverluste und Vorfachbrüche möglich.

Rutenlänge

Die meisten Karpfenruten kommen in der Standardlänge von 12 ft (3,60m) daher und sind damit für eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten geeignet. Aber bei steifen Weitwurfruten werden 13ft (3,90m) immer populärer, da durch den größeren Kreisbogen, den die Rute beim Wurf beschreibt, ein paar Meter mehr an Weite möglich sind. Auf der anderen Seite des Spektrums werden 11ft, 10ft oder gar 9ft und kürzere Ruten für das Bootsangeln oder das Angeln im Nahbereich immer beliebter, da sie eine einfache Handhabung mit einem angenehmen Transportmaß kombinieren.

Gerade beim Pirschanglen/Stalking finden oft noch kürzere Ruten Verwendung, da man so Angelstellen anwerfen kann, die wegen des Bewuchses mit normalen Ruten unbefischbar wären.

Weitere Komponenten:

Nicht nur die Testkurve, die Aktion und die Länge bestimmen den Charakter einer Rute, auch die  die Anzahl, Art und Größe der Ringe legen das Einsatzgebiet weiter fest. Auf Weitwurfruten findet man mittlerweile häufiger 50mm Startringe, die den Schnurablauf bei weiten Würfen unterstützen sollen. Allerdings ist diese Ringart oft unpraktisch beim Transport, Anfälliger gegenüber Bruch und ergibt oft nur bei steiferen Weitwurfruten ab 3,25lb Sinn. Die Standardringgröße ist 40mm und der Allrounder, Stalking und Ruten für den Nahbereich haben oft auch 30mm Startringe. Oft gibt es noch den Unterschied zwischen Einfuß- und Zweifußringen. Der einzelne Fuß macht die Rute ein bisschen leichter und wurffreudiger, allerdings kaum merklich und oft auf Kosten der Robustheit, da Zweifußringe durch die doppelte Fixierung nicht so zum Verbiegen neigen. Auch, je steifer eine Rute ist, desto geringer ist die Anzahl der Ringe, um damit ebenfalls Schnurreibung zu vermeiden. Bei einer durchgehenden Aktion darf es auch gern der ein oder andere Ring mehr sein, da so die weiche nachgiebige Aktion unterstützt und besser ausgenutzt wird.

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